Eine Etikettiermaschine ist ein Gerät, das dazu bestimmt ist, Etiketten (Klebeetiketten, Haftetiketten oder andere Arten) automatisch auf verschiedene Verpackungsoberflächen wie Flaschen, Kartons, Dosen, Gläser oder Beutel aufzubringen. Ihr Betrieb kombiniert mechanische Präzision, Sensortechnologie und Steuerungssysteme, um sicherzustellen, dass Etiketten präzise, konsistent und effizient angebracht werden. Im Folgenden wird detailliert erläutert, wie sie funktioniert:
Bevor wir uns mit dem Prozess befassen, ist es hilfreich, die wichtigsten Teile zu kennen, die die Etikettierung ermöglichen:
- Etikettenzufuhrsystem: Hält die Etikettenrolle (normalerweise eine Rolle mit Etiketten auf einem Trägerblatt, auch Liner genannt).
- Etikettentrennmechanismus: Löst Etiketten von ihrem Liner (für Haftetiketten).
- Förderband: Transportiert Verpackungen durch die Maschine zur Etikettierstation.
- Sensoren: Erkennen das Vorhandensein, die Position oder die Größe von Verpackungen, um die Etikettierung auszulösen.
- Applikationsmechanismus: Bringt das Etikett auf der Verpackung an (z. B. Bürsten, Rollen oder Gebläse).
- Bedienfeld/SPS: Ermöglicht es dem Bediener, Einstellungen (Etikettenposition, Geschwindigkeit usw.) anzupassen und den Prozess zu überwachen.
Der genaue Arbeitsablauf kann je nach Maschinentyp (z. B. für flache Oberflächen, zylindrische Flaschen oder unregelmäßige Formen) leicht variieren, aber die allgemeinen Schritte sind:
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Verpackungsförderung
- Verpackungen (z. B. Flaschen, Kartons) werden über ein Förderband in die Maschine eingebracht. Die Bandgeschwindigkeit wird mit anderen Komponenten synchronisiert, um eine reibungslose Bewegung zu gewährleisten.
- Führungen oder verstellbare Schienen auf dem Förderer richten die Verpackungen aus und halten sie zentriert oder gleichmäßig positioniert, um eine Fehlausrichtung während der Etikettierung zu verhindern.
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Erkennung & Synchronisation
- Sensoren (z. B. fotoelektrische oder Ultraschallsensoren) erkennen die Ankunft einer Verpackung an der Etikettierstation. Sie senden ein Signal an das Steuerungssystem (SPS) der Maschine, um den Etikettierungsprozess auszulösen.
- Das Steuerungssystem berechnet die Geschwindigkeit und Position der Verpackung, um sicherzustellen, dass das Etikett genau im richtigen Moment angebracht wird (Synchronisation zwischen Fördergeschwindigkeit und Etikettenzufuhr).
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Etikettenzufuhr & Trennung
- Für Haftetiketten (die häufigste Art) dreht sich die Etikettenrolle und führt den Liner (Trägerblatt) durch eine Reihe von Rollen.
- Eine Ablöseplatte (eine scharfe, abgewinkelte Kante) bewirkt, dass sich der Liner stark biegt und das Etikett vom Liner trennt. Das Etikett ist nun zum Aufbringen bereit, während der Liner auf eine Aufwickelrolle zur Entsorgung oder zum Recycling aufgewickelt wird.
- Bei nicht klebenden Etiketten (z. B. Heißsiegeletiketten) kann die Maschine Wärme oder Druck verwenden, um das Etikett direkt ohne Liner anzubringen.
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Etikettenapplikation
- Das abgetrennte Etikett wird mit einer von mehreren Methoden auf die Verpackung übertragen, abhängig von der Verpackungsform und dem Etikettentyp:
- Rollenapplikation: Eine Gummirolle presst das Etikett auf die sich bewegende Verpackung und sorgt für vollen Kontakt (ideal für flache oder leicht gekrümmte Oberflächen).
- Bürstenapplikation: Weiche Bürsten drücken das Etikett auf unregelmäßige oder zerbrechliche Oberflächen (z. B. Glasgläser mit Rippen).
- Gebläseapplikation: Druckluft bläst das Etikett auf die Verpackung (wird für leichte Etiketten oder schwer zugängliche Bereiche verwendet).
- Vakuumapplikation: Ein Vakuumkissen nimmt das Etikett auf und platziert es präzise (üblich für große oder schwere Etiketten).
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Etikettenglättung (optional)
- Einige Maschinen enthalten eine zweite Rolle oder Bürste, um das Etikett zu glätten, Luftblasen zu entfernen und sicherzustellen, dass es fest auf der Verpackungsoberfläche haftet.
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Qualitätskontrollen (optional)
- Moderne Maschinen können Kameras oder Sensoren integrieren, um Etiketten zu überprüfen auf:
- Korrekte Position (z. B. nicht schief oder überlappend).
- Vorhandensein (keine fehlenden Etiketten).
- Druckqualität (z. B. Barcode-Lesbarkeit).
- Defekte Verpackungen können automatisch vom Förderer aussortiert werden.
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Fertigprodukt-Ausgabe
- Etikettierte Verpackungen werden über das Förderband zur nächsten Produktionsstufe (z. B. Kartonieren, Palettieren oder Versand) transportiert.
- Zylindrische Etikettiermaschinen: Für runde Behälter (z. B. Flaschen, Dosen), die Rollen verwenden, um Etiketten um die gekrümmte Oberfläche zu wickeln.
- Etikettiermaschinen für flache Oberflächen: Für Kartons, Beutel oder quadratische Behälter.
- Rundum-Etikettiermaschinen: Bringen ein einzelnes Etikett an, das sich vollständig um einen Behälter wickelt (üblich für Getränkeflaschen).
- Oben/unten-Etikettiermaschinen: Bringen Etiketten auf der Ober- oder Unterseite von Verpackungen an (z. B. Kartons mit Elektronik).
- Geschwindigkeit und Effizienz: Verarbeitet Hunderte bis Tausende von Verpackungen pro Stunde, viel schneller als die manuelle Etikettierung.
- Genauigkeit: Stellt sicher, dass Etiketten konsistent positioniert werden (entscheidend für Branding, Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Barcode-Scannen).
- Flexibilität: Über das Bedienfeld einfach an verschiedene Etikettengrößen, Verpackungsformen und Produktionsgeschwindigkeiten anpassbar.
- Weniger Abfall: Minimiert Fehlausrichtung oder Beschädigung von Etiketten im Vergleich zu manuellen Methoden.
Kurz gesagt, Etikettiermaschinen für Verpackungen rationalisieren den Prozess des Anbringens von Etiketten und gewährleisten Präzision, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit – unerlässlich für die Massenproduktion in Branchen wie Lebensmittel und Getränke, Pharmazeutika, Kosmetika und Logistik.